Neuerscheinung zur Hymnologie

Unser emeritierter Professor für Neues Testament, Prof. Dr. Volker Stolle, hat jetzt ein neues Buch zu einem hymnologischen Thema im Programm der Evangelischen Verlagsanstalt vorgelegt. Unter dem Titel „Die Kelchstrophe im evangelischen Kirchenlied” untersucht er die Kelchsymbolik im evangelischen Kirchenlied in ihrem frömmigkeitsgeschichtlichen Rahmen. Kelch ist hier ein Bild für die Situation, die fromme Menschen (christliche Gemeinden) zu bewältigen haben, die die frohe Botschaft in sich aufnehmen und ihr im Gotteslob Ausdruck und Gestalt verleihen. Sie leben in einer eschatologischen Existenz, indem sie mit Christus verbunden sind und unter Leiden ihrer endlichen Vollendung entgegengehen. Die Kelchstrophe diente der Kritik am gängigen Erscheinungsbild der Kirche sowie zur Kennzeichnung eines geistlichen Liedes.

Von ihren reformatorischen Anfängen her erlebte die Kelchstrophe eine vielgestaltige Rezeption, die lange Zeit von einem kreativen Umgang geprägt war. Die Metapher des Leidenskelches hielt sich durch, während das Verständnis der damit verbundenen Symbolik deutlichen Wandlungen unterlag. Schließlich aber verlor diese Metapher ihre Faszination, die zu ihrer Adaption in unterschiedlichen Frömmigkeitskontexten geführt hatte. Es zeigt sich eine bemerkenswerte mentalitätsgeschichtliche Plausibilität für die Verwendung der Kelchstrophe im evangelischen Kirchenlied.

Das Buch ist als Band 4 unserer Reihe „Glauben und Bekennen” erschienen und ist für 98 Euro bei der Evangelischen Verlagsanstalt erhältlich.

Fundraisingseminare

Im Rahmen der gemeinsamen Bestrebungen von LThH und Gesamtkirche, Fundraisingaktivitäten in der Kirche zu stärken, bietet die Kirchenleitung der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche (SELK) ein Programm mit themenspezifischen Fundraising-Online-Seminaren an. Weitere Informationen finden sich hier.

Die Kosten der Seminare werden maßgeblich von der SELK übernommen. Für Teilnehmerinnen und Teilnehmer fällt lediglich eine Anmeldegebühr von 25 Euro pro Seminar an. Dabei besteht die Hoffnung, dass die Gemeinden und Einrichtungen ihren Teilnehmenden diese Gebühr erstatten. Dies ist vor Ort zu klären. Die Anmeldung erfolgt über folgende E-Mail-Adresse: selk@selk.de – mit Angabe von Kursnummer und Datum. Die Seminare dauern jeweils drei Stunden mit einer 15-minütigen Pause. Das Einsteiger-Seminar 1 stellt die Basis dar – die anderen bauen darauf auf und vertiefen spezifische relevante Themen im Fundraising für die Kirchengemeinden.

Neuerscheinung

Am 25. Juni 2022 ist die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK) fünfzig Jahre alt geworden. Natürlich war das, was da am 25. Juni 1972 geschah, nicht der Anfang selbstständiger lutherischer Kirchen in Deutschland. Die Anfänge reichen tief ins 19. Jahrhundert zurück, als in verschiedenen deutschen Landen in Auseinandersetzung mit Union und Rationalismus bekennende Lutheraner und Lutheranerinnen ihre Landeskirchen verließen, um die lutherische Kirche weiterleben zu lassen und zu bewahren.

Kirche – das sind Menschen. Menschen, die sich in ihrem Denken, Reden und Handeln vom Glauben an Jesus Christus, ihren Herrn, leiten und bestimmen lassen, und die davon in Wort und Tat Zeugnis geben.

Das Oberurseler Heft „50 Jahre – 50 Köpfe“ thematisiert anlässlich des fünfzigjährigen Jubiläums darum nicht die Grundordnung der SELK, auf die man sich damals einigte, und auch nicht die geschaffenen Institutionen oder Texte, sondern nimmt die Menschen in den Blick, die in dieser Kirche und ihren Vorgängerkirchen gelebt, gelitten, gestritten und gebetet haben – als das wandernde Gottesvolk durch die Zeiten hindurch bis zum heutigen Tag. Versammelt sind in diesem Heft eine Auswahl an Porträts kirchlicher Persönlichkeiten. Sie stehen exemplarisch für die vielen Ungenannten, die auch hätten erwähnt werden können und müssen.

Dieser Band ist für 9,-€ zzgl. Porto erhältlich.

Bestellungen bitte an versand@lthh-oberursel.de